Marktanalyse
Nasdaq 100 Future
KW 10/2026
Jede neue Woche beginnt nicht bei null.
Sie beginnt im Kontext.
KW 10 baut auf den Liquiditätsbewegungen und Entscheidungszonen aus KW 09 auf.
Entscheidend ist nicht, wohin der Markt „möchte“,
sondern wo er reagieren muss.
Zusätzlich sorgt die aktuelle geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten – nach den militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA/Israel und Iran – für erhöhte Risikoaversion und Liquiditätsverschiebungen weltweit.
Diese Analyse definiert:
- Strukturrelevante Zonen
- Aktive Liquiditätsbereiche
- Klare Entscheidungslevel
Ziel ist keine Prognose.
Ziel ist strukturelle Klarheit vor der Bewegung.
KW 10 baut auf den Entscheidungszonen aus KW 09 auf.
Die vollständige Analyse der Vorwoche findest du hier:
Übergeordnetes Marktbild
im Tageschart
Übergeodnete Struktur & Entscheidungslevel
der Woche

Seit rund fünf Monaten befindet sich der Markt übergeordnet in einer breiten Range.
Diese übergeordnete Seitwärtsphase hat sich in den letzten zwei Wochen deutlich verdichtet und in eine engere Range überführt.
Das bedeutet:
Kein Trendmarkt – sondern Liquiditätsrotation innerhalb definierter Grenzen.
Entscheidend ist, welche Seite diese Verdichtung verlässt – und wo zuvor Liquidität verarbeitet wird.
1. Verteidigung am All-Time-High
Am All-Time-High verteidigt der Verkäufer klar.
Buy-Stops oberhalb werden abgeholt und mit Sell-Limits absorbiert.
Die nächste Liquditätszone rückt in den Fokus.
2. Relevantes Käuferlevel
Das nächste relevante Level liegt beim letzten impulsiven Käufer, der sich auf dem Weg nach oben Sell- Stop- Liquidität kreiert hat.
3. Abholung der Sell- Stops
Die Stop-Liquidität wird absorbiert.
Darauf folgt eine impulsive Aufwärtsbewegung.
4. Verkäufer bleibt aktiv
Der Markt schafft es nicht, das Verkäuferlevel zu brechen.
Dominanz bleibt auf Angebotsseite.
5. Re- Test des Käuferlevels
Am Re-Test zeigt sich, ob der Käufer weitere Buy-Limits platziert.
6. Verkäufer verteidigt erneut
Kein nachhaltiger Aufbau auf Käuferseite –
der Verkäufer von Punkt 4 bleibt dominant.
7. Szenario- Entscheidung
Variante A
Hält Level 5 nicht, werden wir sehr wahrscheinlich die Liquidität unter 3 und 2 verarbeiten und Richtung letztem Käufer bei 7 laufen.
Variante B
Nur wenn Level 5 hält und Käufer aggressiv auftreten,
wird der Verkäufer aus 4 und 6 sehr wahrscheiinlich aus dem Markt gedrückt – Ziel 7. auf der Oberseite.
Variante B
Bricht das Käuferlevel, folgt die Abholung tieferer Liquidität – Zielbereich 7.
Neben der charttechnischen Struktur ist diese Woche ein externer Faktor entscheidend:
die Entwicklung im Nahostkonflikt.
Eine weitere Eskalation stützt aktuell das Short-Szenario.
Deeskalation kann Risikoappetit schlagartig zurückbringen.
News sind diese Woche kein Hintergrundrauschen,
sondern potenzieller Katalysator.
Der operative Blick erfolgt nun im H4.
H4 Chart -
Entscheidungszonen
innerhalb der Verdichtung
Die übergeordnete Struktur konkretisiert sich im H4

Der H4-Chart macht sichtbar, wie die übergeordnete Range aktiv gehandelt wird.
Liquidität wird verarbeitet, ohne dass Struktur gebrochen wird.
1. Verteidigung am All-Time-High
All- Time- High verteidigt.
Buy-Stops verarbeitet.
Ziel: freie Liquidität darunter.
2. Letzter Käufer
Letztes Strukturelles Level mit kreierter Sell- Stop-Liquidität darüber.
3. Liquiditätsabholung
Liquidität abgeholt.
Gegenbewegung ohne Strukturwechsel.
4. Verkäufer bleibt dominant
Kein Bruch des Verkäuferlevels.
Short-Positionierung im H4 deutlich sichtbar.
5. Letzte Manipulation des Käufers
Letzte Käufer- Manipulation an der 24.600 scheitert ebenfalls am Verkäufer bei 4.
Szenario- Entscheidung
Variante A
Fehlende Käuferstärke bei 24.600 oder Unterschreiten des Levels → Short in 3 und 2.
Darunter → Ziele aus dem Tageschart.
-> Wahrscheinlichstes Szenaio, sollte die geopolitische Lage nicht kippen
-> Gap- Down am Montag ebenfalls möglich
Variante B
Dominante Käuferstärke bei der 24.600 -> Ziele 4 und der Verkäufer bei der 26.000 (sehr unwahscheinlich in der aktuellen geopolitischen Lage)
Variante C
Fortführung der Range, bis die geopolitische Lage sich entspannt.
Politische Kipp-Option
Auch bei einem direkten Gap-Down oder beschleunigter Short-Expansion bleibt eines entscheidend:
Externe Risikofaktoren können die Struktur abrupt drehen.
Eine geopolitische Entspannung würde Risikoappetit sofort zurückbringen.
Diese Woche gilt:
Struktur handeln – Nachrichten einordnen.
Der Rahmen steht.
Im M15 werden die Entscheidungszonen fein abgegrenzt.
M15 Chart -
Opeative Entscheidungszonen
Diese Level sind entscheidend
für den weiteren Verlauf

Der M15 zeigt, wie die übergeordneten Verkäufer und Käufer tatsächlich agieren.
Hier wird sichtbar, ob Positionierung Bestand hat.
1. Verkäufer bei der 25.500
Bei 25.500 tritt der übergeordnet definierte Verkäufer in der freien Liquidität erneut auf.
2. Agressiver Abverkauf
Abverkauf mit aggressivem Volumen.
Delta bestätigt Verkäuferinitiative.
3. Keine Stärke nach Liquiditätsaufnahme
Neu eingesammelte Liquidität führt nicht zu Akzeptanz höherer Preise.
4. Neue Tiefs
Folgerichtig wird der Markt in neue Tiefs gedrückt – Ziel: letzte Käufermanipulation.
Käuferreaktion am Freitag sichtbar. Doch solange das Hoch bei 3 nicht gebrochen wird bleibt diese Reaktion technisch.
Szenario- Entscheidung
Solange 3 nicht gebrochen wird,
bleibt 5 das Ziel.
Zeigt sich bei 5 keine direkte Stärke,
öffnen sich die übergeordneten Tagesziele nach unten.
Longs im aktuellen Kontext nur bei:
• Klarer Käuferinitiative bei 5
• Oder strukturellem Bruch über 3
Alles andere bleibt Rotation im Short-Kontext.
Ein geopolitischer Shift kann ein Beschleuniger sein - bis dahin bleiben die definierten Level maßgeblich.

Gedanken
hinter Trades verstehen
Hier werden keine Signale gepostet.
Trader zeigen ihre Herleitung: Kontext, Erwartung und Entscheidung.
Du merkst schnell, ob du selbst analysierst — oder nur auf Bewegung reagierst.
Die meisten glauben, sie hätten eine Strategie.
Bis sie sehen, wie unterschiedlich derselbe Markt begründet werden kann.
Der Markt wird nicht klarer, weil mehr Meinungen da sind.
Sondern weil du lernst, sie einzuordnen.
Wenn du die Struktur erkennst, aber sie nicht umsetzt
Der Markt ist selten das Problem.
Entscheidend ist, wie du in klar definierten Zonen handelst.
Im Mentoring arbeiten wir nicht am Chart, sondern an deiner Entscheidungslogik
Entscheidungslogik ist ein forlaufender Prozess
Jede Analyse baut auf der vorherigen Struktur auf. Der Markt reagiert - und der Prozess geht weiter.
Entscheidend ist nocht die einzelne Woche, sondern wie sich Positionierung über die Zeit entwickelt
"Externe Ereignisse bewegen Märkte.
Struktur entscheidet, was Bestand hat. "
Tobias | CEO Uncoding Markets
