Tradeanalyse Nasdaq100 Longtrades vom 23.01.2026
Was du hier wirklich bekommst:
Diese Tradeanalyse zeigt dir nicht, wie man Einstiege kopiert – sondern warum dieser Long aus struktureller Sicht Sinn gemacht hat.
Ich zeige dir:
- das übergeordnete Marktbild
- die relevante Liquidität
- meine Erwartung vor dem Trade
- und wie der Markt diese Erwartung bestätigt hat
Keine Signale.
Keine Prognosen.
Sondern Entscheidungslogik.
Übergeordnetes Marktbild im 4 H Timeframe
(Stand 22.01.2026)
Warum Long überhaupt eine Option war

Wir befinden uns weiterhin in einem übergeordneten Aufwärtstrend.
Gleichzeitig liegen relevante Liquiditäten in beide Richtungen – entscheidend ist also nicht die Richtung, sondern welche Seite zuerst genutzt wird.
1. Bereits abgeholte Verkäufer-Liquidität
Der Markt hat zuvor oberhalb liegende Liquidität genutzt.
Damit wurde Verkaufsdruck aufgebaut und der kurzfristige Vorteil wechselte wieder auf Verkäuferseite.
2. Trendlinien-Liquidität wird bereinigt
Die unter der Struktur liegende Liquidität wird vollständig ausgelöscht.
Anschließend zeigen sich klare Käufer → der Mikrovorteil wechselt zurück auf Long.
3. Gap-Close ohne Verkäufer
Die Marktteilnehmer schließen das Gap, ohne dass neue Verkäufer in den Markt kommen.
→ Die Longstruktur bleibt intakt.
4. Relevante Ziele für den Folgetag
Für den 23.01 ergeben sich zwei logische Zielbereiche:
• Liquidität oberhalb der letzten Hochs
• Liquidität unterhalb der Trendlinie
⸻
Zusammenfassung
Handelsidee:
Ich trade nicht die Richtung – ich trade in die zuerst erreichte Liquidität.
Dafür wechsle ich jetzt in den M15, um zu sehen, welche Seite der Markt wahrscheinlich zuerst handeln wird.
Konkretisierung im M15 (Stand 23.01.2026)
Welche Seite soll zuerst gehandelt werden?

Auf dem kleineren Timeframe geht es nicht mehr um Richtung, sondern um Priorität.
Der Markt hat Liquidität oben und unten — entscheidend ist, welche zuerst genutzt wird.
1. Käufer reagieren exakt in der HTF-Zone
In der zuvor definierten Käuferzone kommen sofort starke Käufer in den Markt.
→ Erste Bestätigung, dass die Zone verteidigt wird.
2. Gap wird akzeptiert
Nach dem Gap-Close akzeptiert der Markt höhere Preise.
Struktur und Volumen zeigen: Käufer bleiben aktiv.
3. Sell-Stops unterhalb der Struktur
Unter der Bewegung liegen viele Stops.
→ Werden Verkäufer aktiv, erwarte ich einen Short in die Liquidität (Szenario A).
4. Buy-Stops oberhalb der Hochs
Über den Hochs liegt ebenfalls relevante Liquidität.
→ Halten die Käufer die Tiefs, wird diese Seite zuerst angehandelt (Szenario B – mein Hauptszenario).
5. US-Open bestätigt das Szenario
Zur Eröffnung werden die Tiefs direkt gekauft.
Damit entscheidet sich der Markt für die Oberseite.
Jetzt wechsle ich in den Execution-Timeframe, um den Einstieg zu suchen.
Der Trade entsteht hier - der Einstieg ist nur noch Timing.
Ausführung im 15 Sekunden Chart
Bestätigung statt Perfektion

Die Richtung war im höheren Timeframe bereits entschieden.
Im Execution-Timeframe suche ich deshalb keinen perfekten Einstieg, sondern Bestätigung dafür, dass die Idee weiterhin gültig ist.
1. Erster Einstieg – Idee bestätigt sich nicht sofort
Der Markt nimmt die Liquidität unter dem Open raus.
Anschließend folgt jedoch kein echter Verkaufsdruck.
Ich gehe Long — werde aber ausgestoppt.
Das ist kein Gegenbeweis zur Idee.
Es bedeutet nur: Timing falsch, Kontext unverändert.
2. 2. Entscheidender Moment – Markt zeigt Absorption
Die Tiefs werden erneut angelaufen, aber nicht akzeptiert.
Volumen und Delta bleiben auf Käuferseite.
Jetzt ist die Wahrscheinlichkeit höher als beim ersten Einstieg.
Ich gehe erneut Long.
→ Dieser Einstieg basiert nicht auf Hoffnung, sondern auf Information.
3. Positionsmanagement – Risiko verschwindet
Der Markt bewegt sich sofort in den Gewinn.
- Break Even nach Ausbruch über Session-High
- Teilgewinn vor dem Tageshoch
- Stop konsequent nachgezogen
Ab hier manage ich nur noch Position — nicht mehr Richtung.
4. Bewegung wird ausgespielt
Der Markt handelt die vorbereitete Liquidität vollständig an.
Ohne größere Gegenreaktion läuft die Bewegung durch und erreicht das finale Ziel.
Der Großteil des Trades entsteht nicht durch den Einstieg —
sondern durch das Halten der validierten Idee.
Ein guter Trade erkennt sich nicht am ersten Einstieg, sondern daran, dass man den zweiten nehmen kann.
Überarbeitetes Ergebnis & Fazit
Ergebnis der Trades
Trade 1
SL: - 100 Ticks (5 Micro)
Trade 2
TP 1: + 560 Ticks (2 Kontrakte)
TP 2: + 840 Ticks (2 Kontrakte)
TP 3: + 1.000 Ticks (1 Kontrakt)
Risiko: 120 Ticks (5 Kontrakte)
Der Gewinn entstand nicht durch einen perfekten Einstieg,
sondern durch das erneute Handeln einer validierten Idee.
Fazit
Der Stop Loss war kein Fehler.
Er war Teil der Informationsgewinnung.
Der Markt hat die Idee nicht widerlegt —
er hat nur den falschen Zeitpunkt entfernt.
Viele Trader bewerten Trades rückblickend nach Gewinn oder Verlust.
Professionelle Trader bewerten, ob die Annahme korrekt war.
Die Annahme blieb intakt → also musste der zweite Einstieg genommen werden.
Der eigentliche Skill ist deshalb nicht der Entry,
sondern die Fähigkeit, nach einem Verlust weiter strukturbasiert zu handeln.
Der entscheidende Punkt
Wer nach einem Stop seine Idee verwirft,
handelt Emotion.
Wer nach Bestätigung erneut einsteigt,
handelt Wahrscheinlichkeit.
Der Trade selbst ist nur die Ausführung.
Die Entscheidung entsteht vorher.
⸻
Was die meisten Trader hier falsch interpretieren
Viele sehen den ersten Stop Loss als Widerlegung der Idee.
Tatsächlich hat der Markt nur Liquidität aufgenommen.
Der Unterschied:
- Anfänger suchen den perfekten Einstieg
- Fortgeschrittene suchen Bestätigung
- Profis handeln nach Invalidierung
Der erste Einstieg war nicht falsch.
Er war lediglich zu früh.
Der Markt hat:
Liquidität geholt → Struktur gehalten → Richtung bestätigt
Genau dort entsteht der zweite Trade.
Die meisten Trader steigen hier nicht mehr ein,
weil sie den ersten Verlust emotional bewerten statt strukturell.
Damit handeln sie nicht den Markt,
sondern ihr letztes Ergebnis.

Wie du solche Situationen künftig selbst einordnen kannst
Nicht jeder muss das sofort handeln können. Aber jeder kann anfangen, es selbst zu erkennen.
Kostenloser Discord - Markt gemeinsam beobachten
Im kostenlosen Discord geht es nicht darum, Lösungen zu bekommen.
Trader teilen dort ihre Sicht auf den Markt, vergleichen Erwartungen
und merken oft erst dadurch, wo Interpretation beginnt.
Du bekommst keine Anleitung —
sondern Rückmeldung auf dein eigenes Denken.
1:1 Mentoring -Strukturiert arbeiten statt hoffen
Im Mentoring geht es nicht um mehr Strategien.
Wir arbeiten daran,
dass du vor der Bewegung weißt, was du sehen willst
und wann du bewusst keinen Trade nimmst.
Der Unterschied ist nicht Trefferquote —
sondern Entscheidungsruhe.
Weitere Analysen lesen
Eine einzelne Analyse zeigt eine Idee. Mehrere zeigen ein wiederkehrendes Verhalten des Marktes.
"Die meisten verlieren nicht am Markt, sondern an der Bewertung ihres letzten Trades."
Tobias | CEO Uncoding Markets
